MIRIMOOD #2

MBFW Berlin, Mydays, und warum ich nun doch irgendwie dabei war

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Nun ist schon fast wieder eine weitere Woche vergangen und die Fashion Week ist bereits aus aller Munde. Trotzdem nehme ich sie in meine Wochenreview auf, da sie schon zu weit entfernt ist um noch aktuell zu sein, aber irgendwie noch in einer kleinen Kammer im Hinterkopf glüht. Und ich trotzdem tagtäglich noch Posts und Bilder darüber sehe. :) 

Da ich drei Tage (und ja, es waren die Haupttage, haha) auf der Panorama Messe gearbeitet hatte, dachte ich mir so im Stillen, dass das Thema Fashion Week zumindest für diesen Januar für mich erledigt wäre. Beiseite gepackt und nicht der Rede oder gar des Postens wert. Da fand ich eine Überraschung in meinem Postfach. Mydays lud mich und meine Freundin Natascha zur Show von Irene Luft ein. Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team! Da ich die Kreationen von Irene seit jeher vergöttere und mir, wie wahrscheinlich jedes 2. Mädchen, eines ihrer Kleider in der Front Row meiner Kleiderstange wünsche, war ich taumelnd begeistert und immens glücklich nun doch noch dabeizusein. Vor allem wenn man das Erlebte teilen darf, hat man ja am Schluss doppeltes Glück. Da es zu Jahresbeginn einfach unsagbar kalt war entschied ich mich für den Layerlook, genauer gesagt ein langes graues Wollkleid, darüber eine schwarze ärmellose Weste, einen dunkelblauen Mantel, graue Söckchen (ja,okay irgendwo musste ich frieren) in offenen Brogues und als Eyecatcher meinen orangefarbenen Lieblingsschal. Ich verlinke euch die Sachen alle unter diesem Post falls ihr auch Lust bekommen habt den Look auszuprobieren oder euch ein Teil einfach besonders gut gefällt. 

"Miri, da steht dein Name!!". Ja, da stand er. 2.Reihe, gleich zweimal. Ich muss zugeben, ein kleinwenig hat mich das schon gefreut, da ich bis jetzt zwar schon einige Fashion Shows besucht habe, aber noch nie namentlich genannt war. :) Yayy!! Ich grinste und wir setzten uns.

"Chacun à son goût"- jeder nach seinem Geschmack, und meinen Geschmack hatte die Show komplett getroffen. Nicht nur die Kleider, mit den Irene-typischen Materialien wie Tüll, Spitze und ganz viel subtiler Transparenz, sondern auch das Gesamtbild, die asiatisch-anmutenden Frisuren und dichten, dunkel gemalten Augenbrauen der Models trafen bei mir genau ins Schwarze. Das was mich an den Shows von Irene Luft am meisten beeindruckt ist, dass sie es jedesmal schafft, das Gefühl des Tragens ihrer Kleider,  das Leichte, nicht Greifbare, das in jedem Menschen andere Knöpfe drückt und Emotionen auslöst, schlagartig zu transportieren sobald die erste Kreation über den Laufsteg schwebt. Das finde ich faszinierend und ist denke ich auch ausschlaggebend für ihren Erfolg. Um Erfolg, vor allem in langfristiger Hinsicht, ging es auch am Abend in dem Vortrag bzw. dem Gespräch zwischen Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen Vogue, und Melissa Drier, WWD-Korrespondentin, im Apple Store am Kudamm. Es muss nicht immer das Schubladendenken vorherrschen, das es in vielen, wenn nicht sogar allen Branchen, gibt und es muss auch nicht immer DIE eine deutsche oder DIE eine italienische Mode oder DAS Markenzeichen geben. Warum können Designer aus verschiedensten Ländern und Nationen nicht nebeneinandr existieren und einfach nur Mode schaffen, erschaffen, ohne ein "Besonders" oder "So chic"-Label dran, gleichwertig, aber auch der gleichen Kritik unterworfen. Auch ich habe es satt zu hören "Ach, das ist ein deutscher Designer, das ist bestimmt praktisch, aber wenig innovativ" oder "Naja, war ja klar dass es an das französische Laissez-faire oder die italienische Eleganz nicht heranreicht." Wobei ich mir sicher wäre, dass wenn so manch einer blind raten müsste nicht den Unterschied zwischen Hien Lee und Alexander Wang erkennen würde.

Was ich davon mitnehme? Ein Kleiderbügel an meiner Stange bleibt auf jedenfall frei.

 

 

Ein paar lustige Dinge die sich beim Schreiben dieses Posts ereignet haben:

  • zweimal statt "Irene Luft" "Irene Vogel" geschrieben :)
  • den Auszug meine Mitbewohners verpasst (ich war zu vertieft, er hat es mir nicht übel genommen)
  • meine Kleider aussortiert, um wirklich den "einen" Bügel an der Stange freizuhaben:)

 

                            Momentan in meiner Playlist: Snow in Newark- Ryan Hemsworth, Dawn Golden

 

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